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MyWar

​Blog zur Ausstellung "MyWar. Partizipation in Kriegszeiten"

in Kooperation mit dem Seminar "Gender, Kultur und Gesellschaft" von Dr. Katharina Hoffmann, Universität Oldenburg

Dieser Blog wurde anlässlich der Ausstellung "MyWar. Partizipation in Kriegszeiten" (10. Juni – 29. August 2010) begonnen. Die ersten Beiträge stammen von Studierenden des o.g. Seminars. Diese Plattform ist jedoch als öffentliches Forum gedacht, das heißt, wir wünschen uns Kommentare und weitere Beiträge von Außen, die die Themen der Studierenden vertiefen oder eigene Reflektionen.

Die Werke von Catalina S.

Donnerstag, 9. September 2010, 12:02
ein Beitrag von Helen Faber
Catalina S. begann mit Anfang 20 zu malen. Vor allem nach ihrem Burn-Out dienten die künstlerischen Tätigkeiten ihr als Verarbeitungsmöglichkeit und halfen ihr schwierige Zeiten zu durchstehen. Sie verarbeitete in ihren Kunstobjekten ihre einschneidenden Lebenserfahrungen im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in Kolumbien. Der Mord an ihren zwei Brüdern, die damit verbundene Zersplitterung ihrer Familie und die Trennung von ihrem Mann. Ihre Speckstein-Arbeiten zeigen... Mehr...
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Frauen und Gewalt im Zusammenhang mit dem Interview mit Catalina S.

Mittwoch, 4. August 2010, 11:21
ein Beitrag von Anna Schlee, Agnes Gabriel und Helen Faber
Frauen und Gewalt:
Ausschlaggebend für die Beschäftigung mit diesem Thema war eine Interviewpassage, in der deutlich wird, dass, bezogen auf den bewaffneten Kampf und die potentielle Mitgliedschaft in der Guerilla, Frauen keine Bedrohung (für die paramilitärischen Gruppen) darstellen. Kontext dieses Zitats ist wieder die Beerdigung des ersten ermordeten Bruders, der, für die Familie bis zu seinem Tod unbekannt, Mitglied der Guerilla w... Mehr...

Darstellung von Frauenrollen im Zusammenhang mit dem Interview mit Catalina S.

Montag, 19. Juli 2010, 14:58
ein Beitrag von Anna Schlee, Agnes Gabriel und Helen Faber
Im Folgenden möchte ich zwei Aspekte herausarbeiten, die während des Interviews in Bezug auf das Bild der Frauen in Catalinas Lebensumfeld aufgeworfen wurden:
I. die (traditionelle) Rolle der Frau in der kolumbianischen Gesellschaft
II. das Verhältnis von Frauen zu Gewalt, insbesondere die Teilnahme an bewaffneten Konflikten
Frauenrollen:
Mehrmals während des Interviews kommt Catalina auf ihre Mutter zu sprechen, kein einziges Mal läs... Mehr...

Interview mit der aus Kolumbien emigrierten Catalina Isabel S.

Montag, 19. Juli 2010, 14:54
ein Beitrag von Anna Schlee, Agnes Gabriel und Helen Faber
Catalina wird 1968 in Kolumbien in eine Großfamilie hineingeboren und wächst dort in einer mittelschichtigen sozialen Lage und unter den bestehenden Bedingungen von Bürgerkrieg und korrupter Regierung auf. Der Kampf von Paramilitärs gegen Guerilla-Gruppen, die damit verbundenen Anschläge und Morde, beschreibt sie für ihre Kindheit und Jugend als Normalzustand, die zu ihrem unbeschwerten Aufwachsen dazu gehörten.
Eindrucksvoll schilder... Mehr...

Kurzer Abriss der Geschichte Kolumbiens und des kolumbianischen Bürgerkriegs

Montag, 19. Juli 2010, 14:49
ein Beitrag von Anna Schlee, Agnes Gabriel und Helen Faber
Seit ca. 4000 v. Chr. lebten im Gebiet des heutigen Kolumbiens indianische Hochkulturen, die miteinander Handel betrieben und die Goldschmiedekunst auf höchstem Niveau beherrschten. „Entdeckt“ wurde Kolumbien erst 1499. Viele Konquistadoren worden von den dortigen Gold- und Smaragdvorkommen angezogen und besetzten und plünderten daraufhin das Land.  Ende des 15. Jahrhunderts errichtete Spanien die ersten kolonialen Stützpunkte in... Mehr...